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Fahrradsicherheit mithilfe von Verhaltensdesign automatisieren
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Bosch eBike Systems arbeitet mit über 100 Fahrradmarken zusammen, darunter Trek, Specialized und Giant.
Ihre eBike Flow App hatte 1 Million Nutzer und umfassende Diebstahlschutzfunktionen: Motorabschaltung, Batterieschlösser, Alarme. Doch die Nutzer nutzten sie nicht.
Fahrräder wurden weiterhin gestohlen, weil Sicherheit an Momenten mit hoher kognitiver Belastung bewussten Aufwand erforderte.
Herausforderung
Menschen führen Sicherheitsverhalten nicht zuverlässig aus. Untersuchungen zeigen, dass Nutzer komplexe Routinen aufgeben, insbesondere wenn sie es eilig haben oder abgelenkt sind.
Boschs Diebstahlschutzfunktionen litten unter dieser Verhaltensrealität. Jede Funktion erforderte eine manuelle Aktivierung über separate Interaktionen.
Das Unternehmen wollte Smart Locks von Drittanbietern integrieren, doch das Hinzufügen weiterer Komponenten würde die Reibung erhöhen. Nutzer müssten sich an mehr Schritte erinnern, mehr Apps verwalten und mehr Geräte koordinieren. Das Standard-Designdenken sagt: Geben Sie den Nutzern Kontrolle. Die Verhaltenswissenschaft sagt: Menschen wählen den Weg des geringsten Aufwands.
Wie gestaltet man Sicherheit, die menschliche Trägheit überwindet? Wie schafft man Schutz, der nicht davon abhängt, dass Nutzer sich in Momenten erinnern, in denen ihre Aufmerksamkeit woanders ist?
Unsere Analyse
Sicherheit versagt, wenn sie in Momenten hoher kognitiver Belastung Handlungen verlangt. Menschen, die ihre Fahrräder abstellen, denken an ihr Ziel, prüfen die Uhrzeit und packen ihre Sachen zusammen. Sicherheitsprotokolle konkurrieren mit unmittelbaren Prioritäten und verlieren.
Wir wandten eine Verhaltensanalyse an und identifizierten drei Anforderungen:
Reibung durch Automatisierung verringern.
Menschen tendieren zur am wenigsten aufwändigen Handlung. Manuelle Aktivierung erfordert jedes Mal bewusste Anstrengung. Das Verhalten setzt sich nicht durch. Automatische Auslöser, die den Kontext verstehen, beseitigen diese Reibung.
Reaktionen an das Motivationsniveau anpassen. Geringes Diebstahlrisiko (Fahrrad zu Hause) bedeutet geringe Motivation, daher erzeugt die Aufforderung an Nutzer, eine umfangreiche Sicherheitslösung zu aktivieren, Widerstand. Hohes Risiko (längeres Abstellen in der Stadt) erhöht die Motivation von selbst. Passen Sie die Sicherheitsintensität an das natürliche Motivationsniveau im jeweiligen Kontext an.
Fähigkeit erhöhen, nicht nur Motivation.
Selbst motivierte Nutzer stoßen auf Hindernisse: keine sicheren Abstellmöglichkeiten, keine Zeit für mehrstufige Protokolle, Vergessen, welche Funktionen aktiv sind. Das Fogg-Verhaltensmodell zeigt, dass Verhalten Motivation, Fähigkeit und Auslöser zusammen braucht. Wir mussten die Fähigkeit erhöhen und gleichzeitig die erforderliche Motivation senken.
Was wir getan haben
Projektauswirkungen
Wenn Ihr Hauptproblem Engagement ist, müssen Sie auf Verhaltensänderung hin gestalten, nicht nur auf Oberflächen.
Produkte scheitern, wenn sie Verhaltensweisen verlangen, die Nutzer nicht beibehalten. Unser Framework für Verhaltensdesign arbeitet auf einer höheren Ebene als Pixel und Funktionen und betrachtet Motivation, Fähigkeit und Auslöser. So entstehen Designsysteme, die mit der menschlichen Psychologie arbeiten statt gegen sie.
Unser Beschleunigungsmodell validiert Verhaltensinterventionen durch Forschung und Rapid Prototyping, bevor die Entwicklung beginnt. Wir verdichten Monate der Verhaltensanalyse zu fokussierten Sprints mit klaren Ergebnissen.