Automotive & mobility
Standardmäßig leise: Die moderne Autokabine aus Designperspektive
Datum
Umfang
Automotive HMI
Übersicht
Eine Designperspektive darauf, warum das primär auf Touchscreens ausgerichtete Fahrzeugcockpit zu einem Sicherheitsrisiko geworden ist und was dagegen zu tun ist. Gestützt auf Unfalldaten, behördliche Tests und Verbraucherforschung in verschiedenen Märkten argumentiert der Bericht, dass Interaktion in einem fahrenden Auto ein Kostenfaktor und kein Ziel ist, und stellt sechs evidenzbasierte Regeln für einen Fahrzeuginnenraum auf, der standardmäßig „ruhig“ bleibt. Dies geschieht vor dem Hintergrund von drei EU-Änderungen, die das Cockpit-Design bis 2026 neu bewerten: Euro NCAP-Anforderungen an physische Bedienelemente, eine vorgeschriebene Warnung bei Fahrerablenkung und eine strenge Produkthaftung für Software.

Wichtigste Erkenntnisse
In einem schwedischen Kabinentest bei 110 km/h schlug ein Auto aus dem Jahr 2005 mit physischen Tasten moderne Touchscreen-Autos bei den einfachsten Bedienelementen um 1.100 Meter Fahrstrecke.
Die Interaktion mit einem Touchscreen im Auto ist mit einer etwa 4,6-fach höheren Wahrscheinlichkeit für Unfälle und Beinaheunfälle verbunden (Virginia Tech); AAA stellte fest, dass keines von 30 getesteten Infotainmentsystemen eine geringe kognitive Belastung verursachte.
Ab 2026 ändern EU-Vorschriften die Spielregeln: Euro NCAP-Punkte für physische Bedienelemente, das GSR2-Mandat zur Warnung vor Fahrerablenkung und die Produkthaftungsrichtlinie, die fahrzeuginterne Software als Produkt behandelt.
Sechs beobachtbare, testbare Designregeln für eine ruhige Kabine sowie die Beschaffungsfragen, die HMI-Einkäufer stellen werden.


